Eine Alternative zum Kauf eines Neuwagens beim heimischen Vertragshändler stellt die Entscheidung für ein EU-Auto dar. Aber was ist eigentlich ein EU-Auto? Dabei handelt es sich um Autos insbesondere deutscher Fabrikate, die zum Verkauf ins europäische Ausland exportiert wurden. Da in anderen EU-Staaten teilweise andere Mehrwertsteuersätze gelten oder Autos mit zusätzlichen Steuern belegt werden, wie zum Beispiel einer Luxussteuer in Dänemark, müssen die Netto-Verkaufspreise entsprechend niedriger veranschlagt werden, um deutsche Fahrzeuge in diesen Ländern überhaupt für den Kauf attraktiv zu gestalten.
Ein anderer Grund können niedrige Verkaufspreise inländischer Produktionen sein, wie zum Beispiel in Frankreich, wo Fahrzeuge der Marken Peugeot, Renault oder Citroen zu günstigeren Preisen angeboten werden, als die deutschen Marken VW, Opel oder Ford am deutschen Markt. Für den französischen Markt wird also bei den deutschen Herstellern eine andere Preispolitik betrieben. Um auf den Märkten in Dänemark, Frankreich und auch anderen EU-Staaten eine Verkaufschance zu haben, werden die deutschen Fabrikate dort zu einem Preis angeboten, der bis zu 30 Prozent unter dem in Deutschland liegt. Erstaunlicherweise lohnt es sich für deutsche Autohersteller trotzdem, die Fahrzeuge zu diesen Preisen zu verkaufen.
Re-Importeure kaufen diese ins Ausland exportierten Neufahrzeuge zu den dortigen Preisen auf und bieten sie nach entsprechender Versteuerung in Deutschland zum Verkauf an. Der Verkaufspreis beim deutschen EU-Händler liegt zwischen 10 und 25 % unterhalb dessen eines deutschen Vertragshändlers.
Dank EU-einheitlicher Regelungen weichen EU-Fahrzeuge in der Bauart nicht mehr voneinander ab, so dass keine kostspieligen Umbauten erforderlich sind. Die Werksgarantie gilt heutzutage ohnehin europaweit und alle Vertragswerkstätten sind verpflichtet, die regelmäßigen Inspektionen durchzuführen.
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